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Szenisches Hakomi

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Szenisches Hakomi 2018-02-12T15:37:53+00:00

Szenisches Hakomi

Unse­re Ver­gan­gen­heit ist tief in unser Erle­ben der Gegen­wart ein­ge­bet­tet und mit den Erwar­tun­gen an die Zukunft ver­knüpft. In jedem Augen­blick grei­fen wir auf die­se zurück­lie­gen­den Erfah­run­gen zurück, um zu ent­schei­den, wie wir auf aktu­el­le Her­aus­for­de­run­gen oder Mög­lich­kei­ten reagie­ren wol­len.

Dane­ben brin­gen wir bereits über die Gene einen wah­ren Schatz an “evo­lu­tio­nä­ren” Erin­ne­run­gen mit. Bei­spiels­wei­se wie tiefs­te emo­tio­na­le Bedürf­nis­se, Wün­sche und Nei­gun­gen Erfül­lung fin­den, die uns auf gute Wei­se rei­fen und wach­sen las­sen.

Wenn in unse­rer Kind­heit ele­men­ta­re Bedürf­nis­se nicht gestillt wur­den, suchen wir aus die­sem Man­gel­zu­stand her­aus manch­mal zeit­le­bens bei unse­ren Part­ner, Freun­den und ande­ren Men­schen nach Erlö­sung, die die­se letzt­lich nicht wirk­lich leis­ten kön­nen. So müs­sen bei­spiels­wei­se unse­re kind­li­chen Grund­be­dürf­nis­se nach Raum, Genährt­wer­den, Unter­stüt­zung, Schutz und lie­be­vol­le Gren­zen von der “rich­ti­gen” Per­son zur “rich­ti­gen” Zeit für unser “Inne­res Kind” befrie­digt wer­den.

Jeder weiß, was wir als Kind eigent­lich für unse­re Ent­wick­lung gebraucht hät­ten und nicht beka­men. Ja, häu­fig wie­der­holt sich der dama­li­ge Man­gel in tra­gi­scher Wei­se immer wie­der, der­sel­be Schmerz, die­sel­be Art sich unglück­lich zu füh­len. Das “dama­li­ge Dra­ma” wird immer wie­der (unbe­wusst) reinsze­niert.

Die Settings: in der Gruppe oder einzeln

In der Ein­zel­sit­zung, die jede/r Teilnehmer/in inner­halb der Grup­pe bekommt, wird das eige­ne The­ma dif­fe­ren­ziert struk­tu­riert und dadurch bewusst gemacht. Wäh­rend des Pro­zes­ses gewin­nen inne­re Instan­zen der Klient/in Kon­tur und wer­den von Teilnehmer/innen der Grup­pe genau nach Anwei­sung in sym­bo­li­schen Sze­nen dar­ge­stellt.

Die Erfah­rung zeigt, dass das “Inne­re Kind” und damit auch der gan­ze Mensch Hei­lung erfährt, indem das in der Struk­tur auf­le­ben­de “Dra­ma” nicht wie damals endet.

Die­ses Mal reagie­ren die Welt, die Men­schen genau so, wie sie für das Kind in idea­ler Wei­se hät­ten reagie­ren sol­len. Dem Kind wird eine lang ersehn­te “Ant­wort” ange­bo­ten, die nur dar­auf war­tet, ange­nom­men zu wer­den.

Eine neue inne­re “Land­kar­te” ent­steht. Tief erfah­re­nes Wis­sen, das ein Men­schen­kind zum See­len­frie­den braucht, darf sich ent­fal­ten. Eine alte Wun­de kann hei­len. Die neue, posi­ti­ve Erfah­rung kann reinsze­niert wer­den.

Für jene Men­schen, die nicht an Grup­pen­sit­zun­gen teil­neh­men wol­len, kann das oben genann­te Ver­fah­ren unter Zuhil­fe­nah­me von Gegen­stän­den und ande­ren Sym­bo­len abge­än­dert wer­den, ohne dass die Wirk­sam­keit dadurch beschränkt wird.

Szenisches Hakomi – die Methode

In den mehr als 10 Jah­ren, in denen Ulrich Holz­ap­fel (Hako­mi-Lehrthe­ra­peut und Pes­so-The­ra­peut) Pes­so-Struk­tu­ren gibt, haben sich Ein­flüs­se aus der HAKO­MI-Metho­de ver­stärkt aus­ge­brei­tet und zu einer eige­nen Prä­gung geführt. 

Um dem Rech­nung zu tra­gen, hat Ulrich Holz­ap­fel die­ser Wei­ter­ent­wick­lung den Namen “Sze­ni­sches Hako­mi” gege­ben. Durch die Inte­gra­ti­on der ver­schie­de­nen Psy­cho­the­ra­pie­an­sät­ze ver­dich­tet sich der per­sön­li­che Pro­zess der Klient/in im gegen­wär­ti­gen Erle­ben. Das ermög­licht tief­grei­fen­de Trans­for­ma­ti­on.

AUF DEN KÖRPER HÖREN

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Die Hako­mi-Metho­de ist von der Euro­pean Asso­cia­ti­on of Psy­cho­the­ra­py (EAP) als wis­sen­schaft­lich begrün­de­tes Ver­fah­ren und als Aus­bil­dungs­grund­la­ge für das Euro­pean Cer­ti­fi­ca­te of Psy­cho­the­ra­py (ECP) aner­kannt. In Öster­reich zählt Hako­mi der­zeit nicht zu den aner­kann­ten Metho­den. Die­se Tat­sa­che hat nichts mit der Qua­li­tät der Metho­de oder der aus­ge­bil­de­ten Therapeut*innen zu tun. Dies hat sowohl struk­tu­rel­le als auch his­to­ri­sche Grün­de – da Hako­mi bei der Ent­wick­lung und Ver­fas­sung des öster­rei­chi­schen Psy­cho­the­ra­pie-Geset­zes in Öster­reich noch nicht eta­bliert war, konn­te 1991 auch kei­ne Aner­ken­nung der Metho­de statt­fin­den. Alle Metho­den, die nach Ver­ab­schie­dung des Geset­zes aner­kannt wer­den wol­len, müs­sen in einem Zeit- und Res­sour­cen-auf­wän­di­gen Ver­fah­ren bewei­sen, dass sie die hohen Anfor­de­run­gen bezüg­lich der Aus­bil­dung, der Wis­sen­schaft­lich­keit, etc. erfül­len. Der­zeit besteht die Hoff­nung, dass der Ver­band der Kör­per­psy­cho­the­ra­peu­ten in Öster­reich ein sol­ches Ver­fah­ren dem­nächst erfolg­reich durch­bringt.